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Auf reges Interesse stieß das Seminar „Wie erreiche ich meine Azubis von morgen?“, das die Wirtschaftsförderung des Landkreises für Unternehmer aus der Region veranstaltet hat.

Azubis anwerben: Tipps bei Seminar des Landratsamts  

Landkreis Landshut. Junge Leute sind ein rares Gut in einer alternden Gesellschaft. Übersetzt in die Welt der Wirtschaft bedeutet dies, dass Unternehmen heute um – möglichst qualifizierte – Auszubildende konkurrieren. Kein Wunder daher, dass ein Seminar, das die Wirtschaftsförderung des Landkreises Landshut zu dem Thema anbot, auf großes Interesse gestoßen ist.

 

„Wie erreiche ich meine Azubis von morgen?“ lautete der Titel des Seminars, das unter Leitung Harald Fellners, des Bildungskoordinators des Landkreises in Räumen der Staatlichen Berufsschule 1 abgehalten wurde. Im Mittelpunkt einer zweistündigen Podiumsdiskussion mit zwei jungen Diskussionsteilnehmern standen Antworten auf die Frage, wie man junge Leute gezielt erreicht und für eine Berufsausbildung im eigenen Unternehmen gewinnt. Die Diskussion moderierte die Unternehmerin Kirstin Wolf aus Erding, Leiterin der „Deutschen Akademie für junge Karriere“. 

Die 17-jährige Anna Ramsauer, Auszubildende (Technische Produkt-Designerin/früher: Technische Zeichnerin) und der 25-jährige Perri Stojnic, Inhaber einer Werbe-Agentur, legten dar, dass man die jungen Leute dort abholen müsse, wo sie unterwegs seien: Das seien die „Sozialen Medien“, Instagram vor allem und Twitter oder auch Facebook, das  allerdings aus der Sicht der heutigen Jugendlichen eher schon „veraltet“ ist.

Wichtig und erfolgversprechend seien auch Informationen auf den Internetseiten der Unternehmen. Hier müssten sich die Firmen freilich bewusst sein, dass dies mit Mühen und Zeitaufwand verbunden sei, machten die beiden jungen Gesprächspartner sehr deutlich: Die Einträge müssten zuverlässig gepflegt und aktualisiert werden.

Bei der Gestaltung der Internetseiten müsse gewährleistet sein, dass Interessenten spätestens nach drei Klicks auf die für sie relevanten Informationen stoßen, betonten Ramsauer und Stojnic. Auch Image-Filme und Videos, mit denen Berufe vorgestellt werden, via Youtube und Instagram an Mann oder Frau gebracht, sind nach ihren Worten ein probates Werbemittel. Sie verbanden dies zugleich mit einem Praxis-Tipp: Die Filme sollten maximal 90 Sekunden lang sein.


BS+

 

 

Das Angebt BS+ (Berufsschule Plus) richtet sich an besonders leistungsfähige und leistungsbereite Auszubildende aller Ausbildungsberufe, die neben ihrer Berufsausbildung das Fachabitur erwerben möchten. 

Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden?

  • Du brauchst Power, Engagement, Durchhaltevermögen, ...;
  • Du absolvierst eine mindestens 2jährige, beliebige Ausbildung;
  • Du besuchst eine Berufsschule;
  • Du hast einen mittleren Schulabschluss mit einer Notenquersumme von max. 10 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik oder
  • hast die Oberstufenreife.

 

Im Rahmen von BS+ besuchst du neben dem regulären Berufschul-Unterricht noch Zusatzunterricht. Dieser findet voraussichtlich 2x pro Woche Abends statt und variiert je nach Ausbildungsjahr. Am Ende der Ausbildung kommt neben der normalen Abschlussprüfung auch noch die "Ergänzungsprüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife" in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch dazu. Durch BS+ hast du am Ende deiner Ausbildung nicht nur eine Abgeschlossene Berufsausbildung, sondern auch dein Fachabitur in der Tasche. 

Damit öffnen sich dir viele Türen:

  • du kannst an jeder Fachhochschule studieren;
  • du kannst die 13. Klasse der BOS besuchen und dann die fachgebundene oder auch allgemeine Hochschulreife erwerben;
  • du kannst aber auch als qualifizierte Fachkraft in deinem erlernten Beruf weiterarbeiten.

Mit BS+ kannst du dir während deiner normalen Berufsausbildung zusätzliches Fachwissen aneignen. Auf deinem weiteren beruflichen Lebensweg kann dir das einen Vorteil bei Weiterbildungen oder auch Aufstiegsfortbildungen bringen. 

Die Kaufmännische Berufsschule Deggendorf veranstaltet am 23.07.2019 ab 19 Uhr einen Info-Abend zum Thema BS+. Weitere Infos findest du auch unter www.kbsdeg.de.

 

Quelle: Kaufmännische Berufsschule Deggendorf

 

 


Unsere Ausbildung bei der Firma Fliesen Maier GmbH

Heute durften wir ein Interview mit Dennis Ertl (18 Jahre) und Jan Langbauer (15 Jahre) führen.

Dennis ist im 3. Ausbildungsjahr bei der Firma Fliesen Maier GmbH in Simbach. Zu seiner Ausbildung hatte er einiges zu erzählen, aber lest selbst:

 

Hallo Dennis, erklär uns doch kurz welche Ausbildung du machst.

Hallo ich mache eine Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger.

 

Und was sind deine Hauptaufgaben?

Zu meinen Hauptaufgaben zählt das Fliesenschneiden, -verlegen und –ausfugen. Bei Renovierungsarbeiten darf ich die alten Fliesen von den Wänden entfernen.

 

Das klingt sehr spannend! Wie bist du denn darauf gekommen, eine Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger zu machen und warum genau hier in dieser Firma?

Vor ein paar Jahren haben wir zu Hause unser Bad renoviert, da durfte fleißig mithelfen und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Durch unsere Nachbarn bin ich dann auf die Firma Fliesen Maier GmbH aufmerksam geworden und habe dort ein Praktikum absolviert. Danach wusste ich, dass ich diese Ausbildung dort machen will.

Durch das familiäre Arbeitsklima des Familienunternehmens fühlt man sich von Anfang an gut aufgehoben.

 

Welchen Schulabschluss benötigt man für diese Ausbildung und welche Voraussetzungen sollten die Schüler mitbringen?

Ich habe einen qualifizierten Hauptschulabschluss, der für diese Ausbildung auch völlig ausreicht. Viel wichtiger ist das Engagement für diesen Beruf und eine stimmige Teamarbeit mit den Kollegen.

 

Was macht dir bei deinen täglichen Aufgaben am meisten Spaß?

Das Verlegen der Fliesen gefällt mir am besten. Ich habe meinen Wunschberuf wirklich gefunden.

 

Natürlich gibt es bestimmt auch Tätigkeiten die du nicht so gerne machst.

Im Lehrplan der Berufsschule steht auch das Fliesenlegen mit dem „Mörtel“. Das ist eine alte Methode, die mir nicht so viel Spaß macht. Heute macht man das eigentlichen nur noch mit einem Fliesenkleber. Aber man wird auf alle Eventualitäten, die dieser Beruf mit sich bringt, bestens vorbereitet.

 

Ist in diesem Beruf auch mal Kreativität gefragt?

Ja, oft fragen Kunden auch uns auf den Baustellen nach unserer Meinung, welche Farben zusammenpassen, oder welche Größen wir empfehlen würden.

 

Welche Berufsschule besuchst du?

Im 1. Lehrjahr besucht man die Berufsschule in Pfarrkirchen. Im 2. und 3. Lehrjahr ist man in Bogen an der Berufsschule. Das Unterrichtsmodell ist der Blockunterricht.

 

Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage: Was hast du nach der Ausbildung vor?

Nach der Ausbildung möchte ich gerne hierbleiben und in ein paar Jahren die Meisterschule besuchen.

 

Vielen Dank Dennis, dass du dir kurz für das Interview Zeit genommen hast.

 

Auch Jan ist ein Azubi der Firma Fliesen Maier GmbH und möchte uns einiges zu seiner Ausbildung erzählen. Jan ist 15 Jahre alt und noch im 1. Ausbildungsjahr.

 

Hallo Jan, erzähle uns doch kurz, welche Ausbildung du machst.

Ich mache ebenfalls eine Ausbildung zum Fliese-, Platten- und Mosaikleger.

 

Und was sind deine Hauptaufgaben im 1. Lehrjahr?

Zu meinen täglichen Aufgaben zählt auch das Schneiden und Verlegen von Fliesen. Hier durfte ich schon ab dem ersten Tag voll mitarbeiten.

 

Wie bist du auf diesen Ausbildungsberuf gekommen?

Zuerst machte ich ein Praktikum als Glaser und dann noch eines als Maurer. Diese Ausbildungsberufe haben mir aber nicht gefallen. Dann habe ich ein „Notpraktikum“ als Fliesenleger gemacht. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. So habe ich gewusst, dass ich diesen Ausbildungsberuf lernen möchte

 

Und wie wurdest du auf die Firma Fliesen Maier aufmerksam?

Ich habe in Simbach Firmenautos herumfahren sehen und mich daraufhin beworben.

 

Welchen Schulabschluss bringst du für diese Ausbildung mit?

Ebenso wie Dennis habe ich einen qualifizierten Hauptschulabschluss.

 

Welche Tätigkeit zählt denn zu deinen Lieblingsaufgaben?

(Jan lacht) Wenn es mir mal gelingt, das „Flexen“ und natürlich das Fliesenlegen.

 

Aber auch du hast bestimmt die ein oder andere Aufgabe, die dir nicht so viel Spaß bereitet.

Ja, zum Beispiel das Ausfugen der verlegten Fliesen. Das ist ziemlich schnell sehr anstrengend, da man hier nur auf dem Boden kniet und die Fugenmasse auch sehr schnell trocknet. Man muss sich beeilen.

 

Wo siehst du die Kreativität in diesem Ausbildungsberuf?

Ich sehe die Kreativität in der Kundenberatung, wenn der Kunde auf uns zu kommt und Informationen zu den Größen und Farben haben möchte.

 

Jan, was denkst du, welche Voraussetzungen sollte man zu einer Ausbildung als Fliesen-, Platten- und Mosaikleger mitbringen?

Für diese Ausbildung braucht man handwerkliches Geschick und eine große Portion Geduld für die Aufgaben, die einem am Anfang nicht so gut gelingen. Wie bei mir das „Flexen“, aber Übung macht den Meister.

 

Dann kommen wir nun zur letzten Frage. Was möchtest du nach der Ausbildung machen?

Ich möchte nach meiner Ausbildung auch gerne hierbleiben und in ein paar Jahren die Meisterschule besuchen.

 

Auch dir vielen Dank Jan, dass du dir für dieses Interview kurz Zeit genommen hast. 

 

 

 


Das Landratsamt informiert: Positives Fazit von Schülern, Eltern und Betrieben nach dem ersten Azubi-Bus – Verbesserungsvorschläge für die Zukunft werden eingearbeitet

Foto: Die Gewinnerinnen und Gewinner des Azubi-Bus-Gewinnspiels (vorne sitzend) gemeinsam mit den Vertretern/innen der Unternehmen und Landrat Josef Laumer (stehend 4. von links), Wirtschaftsreferent Martin Köck (stehend 5. von links) und Regierungsrätin Julia Wasmeier (stehend ganz rechts).

Ein erfolgreiches Resümee konnten Landratsamt, Schüler und Betriebe nach dem ersten Azubi-Bus im Landkreis Straubing-Bogen ziehen. Das Ziel, die Ausbildungsberufe den Schülerinnen und Schülern näherzubringen und die Möglichkeiten der vielfältigen Chancen in der Region aufzuzeigen, sowie die Betriebe mit den Jugendlichen besser zu vernetzen, wurde erreicht. Nun gilt es, für die kommenden Jahre noch am Feinschliff zu arbeiten. Denn es gab auch Verbesserungsvorschläge – nach der internen Evaluierung sowohl aus den Reihen der Wirtschaftsförderung selbst wie auch aus den Reihen der Teilnehmer.

 

Verbunden war der erste Azubi-Bus auch mit einem Gewinnspiel für die teilnehmenden Schüler/innen und die sechs Gewinner der Preise (je drei Tablets und je drei Powerbanks) waren gemeinsam mit ihren Eltern zur Preisübergabe ins Landratsamt eingeladen. Diesen Rahmen nutzten die Verantwortlichen gleich auch, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und Vertretern der beteiligten Betriebe ein Fazit zu ziehen. „Das Interesse war überwältigend groß“, freute sich Wirtschaftsreferent Martin Köck über die Resonanz auf den Azubi-Bus, der mit 130 Plätzen schnell ausgebucht war. Auch die Vertreter der acht im ersten Jahr teilnehmenden Betriebe (Sturm-Gruppe, Sennebogen Maschinenfabrik, Max Frank GmbH, Moll Automatisierung GmbH, Karl Lausser GmbH, Bischof + Klein GmbH, Wallstabe & Schneider GmbH und Schnupp GmbH) zogen ein positives Fazit. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Es war für uns überhaupt keine lange Überlegung daran teilzunehmen und wir sind gerne auch im kommenden Jahr wieder dabei“, meinte beispielsweise Armin Kienberger, Werksleiter von Bischof + Klein in Konzell. Stefan Bauer, Geschäftsführer der Moll Automatisierung GmbH, sieht auch Effekte für die Zukunft: „Wir konnten auch Eigenwerbung machen und es gibt schon konkrete Interessenten für Praktika. Natürlich ist es auch gut, wenn man Kontakte hat und dann potenziell interessierte Leute bei freien Stellen kontaktieren kann.“

 

Da man das erste Jahr als Pilotprojekt sah, um auch Erfahrungen zu sammeln, arbeitet Martin Köck mit seinem Team bereits an Verbesserungen für die Zukunft. „Vier Firmen an einem Tag sind für die Schüler vielleicht etwas viel“, resümierte Kerstin Graf aus der Personalabteilung der Firma Wallstabe & Schneider GmbH in Niederwinkling. „Lieber etwas weniger Betriebe und dafür etwas mehr Zeit im einzelnen Unternehmen“, schlug sie vor. Eine Anregung, die umgesetzt wird. Denn: „Wir haben das bei den Rückmeldungen öfter gehört, dass die Zeit mit 90 Minuten pro Betrieb etwas knapp ist. Wir werden das für die Zukunft wohl ein wenig ausweiten und dafür pro Tour weniger als vier Betriebe anfahren“, sagt Wirtschaftsreferent Martin Köck. Weitere Änderungen, die für den Azubi-Bus 2019 schon jetzt in Planung sind: „Wir werden die Busse noch spezieller nach Schularten aufteilen. Außerdem wollen wir den Azubi-Bus auf Pflegeberufe und Handwerksfirmen ausbauen und auch eine Tour einbauen, die noch mehr auf das Duale Studium eingeht“, so Köck. Damit setzt man Anregungen um, die sich auch im Bilanzgespräch mit Betrieben, Schülern und Eltern ergeben haben. „In Sachen Handwerksfirmen sind wir bereits im Gespräch mit der Handwerkskammer“, erläutert Köck. „Das hatten wir ebenso wie die Pflegeberufe bereits vorab in der Planung für die kommenden Jahre, wollten die erste Auflage im Rahmen des Pilotprojekts aber bewusst etwas kleiner halten.“ Der Wunsch nach mehr Informationen zum Dualen Studium kam vor allem aus den Reihen der Schüler/innen. „Wir nehmen das gerne auf“, so Köck.

 

Ansonsten gab es auch von den anwesenden Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern nur positive Rückmeldungen. „Man hat vor Ort und aus erster Hand sehr viele Einblicke in viele interessante Berufe bekommen. So konnte man vieles kennenlernen. Das hat definitiv bei der Berufs- und Zukunftswahl weiter geholfen“, meinte eine Teilnehmerin. Und ein weiterer Schüler ergänzte: „Es war auch in der Klasse und in der Schule ein Thema und wir haben darüber auch mit unserem Lehrer gesprochen.“

 

Auf die Unterstützung des Landkreises kann man auch bei folgenden Auflagen zählen. „Die Gestellung der Busse ist von Landkreisseite gut angelegtes Geld“, macht Landrat Josef Laumer klar. „Wenn das Interesse da ist, stellen wir in den kommenden Jahren gerne auch noch weitere Busse zur Verfügung. Denn die Ausbildung der jungen Menschen und die Versorgung der Unternehmen mit Fachkräften sind entscheidende Zukunftsthemen.“ Als Termin für den Azubi-Bus 2019 käme jedenfalls erneut der Buß- und Bettag in Frage. „Dieses Datum hat sich als sehr gut erwiesen“, sagt Martin Köck.

 


„Wir wollten den jungen Leuten zeigen, welche Möglichkeiten es bei uns im Landkreis gibt“: Positives Fazit nach dem Pilotprojekt Ausbildungsbus

 

Der Plan ist aufgegangen: „Wir wollten den jungen Leuten zeigen, welche Möglichkeiten es bei uns im Landkreis Straubing-Bogen gibt.“ So beschrieb Landrat Josef Laumer die Idee hinter dem Ausbildungs-Bus, der als Pilotprojekt am Mittwoch erstmalig von Landkreis-Wirtschaftsreferent Martin Köck initiiert wurde.

Und als Landrat Laumer die Schülerinnen und Schüler auf der Tour bei den Betrieben vor Ort besuchte, wurde schnell klar, dass genau dies gelungen ist. Bei der Vorstellung der einzelnen Ausbildungsberufe wurden eifrig Notizen gemacht, aktuelle Azubis wurden mit Fragen überhäuft und auch das praktische Ausprobieren wurde zahlreich genutzt. „Das ist eine hervorragende Sache, die definitiv etwas bringt“, ist auch Matthias Altmann, Ausbildungsleiter der Sturm-Gruppe überzeugt. Das Unternehmen aus Salching ist einer der acht Betriebe (außerdem Sennebogen Maschinenfabrik, Max Frank GmbH, Moll Automatisierung GmbH, Karl Lausser GmbH, Bischof + Klein GmbH, Wallstabe & Schneider GmbH und Schnupp GmbH), die beim Pilotprojekt angefahren wurden. Insgesamt 130 Schülerinnen und Schüler aus Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien wurden am Buß- und Bettag auf drei Touren zu den Betrieben gebracht, um dort vor Ort etwas über die Ausbildungsmöglichkeiten, die Tätigkeitsbereiche, das Duale Studium und vieles mehr zu erfahren. Jeweils vier Betriebe mit eineinhalb Stunden Zeit pro Unternehmen standen auf dem Programm einer jeden Bustour. Das Programm wurde dabei immer etwas unterschiedlich gehandhabt, um genügend Abwechslung zu bieten. So wurden Tipps für die Bewerbung gegeben, kleinere Gewerke angefertigt, wie zum Beispiel ein personalisierter Schlüsselanhänger, Ausbildungsberufe und die dafür benötigten Fähigkeiten in Theorie und Praxis präsentiert und aktuelle Azubis erzählten von ihren Erfahrungen.

Wie groß das Interesse an einer derartigen Veranstaltung ist, zeigt sich nicht nur bei der positiven Rückmeldung der Firmen, sondern auch angesichts der großen Anmeldezahl der Schüler. Um das Pilotprojekt im ersten Jahr nicht an organisatorische Grenzen zu bringen, musste sogar ein Anmeldestopp verfügt werden. „Wir hätten noch weitere Busse vollgebracht“, erläutert Martin Köck. „In diesem Jahr hatten wir aber nicht die Kapazitäten dafür. Wir werden das in den nächsten Jahren ausbauen, so dass mehr Schülerinnen und Schüler mitfahren und auch mehr Betriebe teilnehmen können. Wir werden dafür gemeinsam mit dem Handwerk und Dienstleistungs- und Pflegeberufen ein Konzept überlegen.“ Aus diesem Grund wird es auch noch ein Abschlussgespräch zwischen dem Wirtschaftsreferat des Landkreises und den Firmen geben und wird man auch die Rückmeldungen der Schulen auswerten.

„Die Region braucht euch“, machte Landrat Josef Laumer einer Schülergruppe bei seinem Besuch klar. „Ihr habt hier aber auch hervorragende Möglichkeiten euch in vielfältiger Weise zu entwickeln. Dass ihr daran interessiert und motiviert seid, sieht man schon alleine daran, dass ihr euch am eigentlich schulfreien Buß- und Bettag entschieden habt, den ganzen Tag lang am Ausbildungsbus teilzunehmen.“ Ganz besonders auffällig war, dass sich augenscheinlich auch sehr viele Mädchen für technische Berufe interessierten. „Ein Umstand, den ich so nicht erwartet hätte, der aber sehr erfreulich ist“, staunte darüber auch Landrat Laumer.

Für Unternehmen wie auch für die Jugendlichen also ein Win-Win-Projekt, bei dem die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sogar noch ganz handfeste Preise gewinnen können. Denn im Nachgang wird zum Beispiel unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch noch ein Tablet verlost. Und dass aus dem Pilotprojekt zumindest kurzfristig, sprich im Jahr 2019, ein festes Wiederholungsprojekt wird, kann Martin Köck schon zusichern. „Ich war den ganzen Tag über auf einer Tour mit dabei und habe auch nach dem Ende mit den Schülerinnen und Schülern gesprochen: Die Resonanz war durchweg begeisternd.“

 Mehr Bilder des Tages findet ihr auf Facebook im Album "Azubi-Bus 2018"

 


Landkreis Straubing-Bogen vergibt Ausbildungspreis und Ausbildungspreis Inklusion

Begrüßung durch Landrat Josef Laumer
Kultusminister Bernd Sibler hält die Festrede
die Preisträger
Kein Preis für uns - dafür ein tolles Foto!

 

 

Am Dienstagabend wurde zum zwölften Mal der Ausbildungspreis und zum fünften Mal der Ausbildungspreis Inklusion des Landkreises Straubing-Bogen verliehen.

„Den Ausbildungspreis kann man als echte Institution beschreiben“, so Marin Köck, Wirtschaftsförderer des Landkreises. „Die Betriebe sind stolz auf diese Auszeichnung und zeigen das auch nach außen.“

 

2018 wurde in der Kategorie I (Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten) die Firma Ingram Micro Distribution GmbH aus Sand (Gemeinde Aiterhofen) ausgezeichnet. Die Firma bildet seit 1995 in den Ausbildungsberufen Fachlagerist/in, Fachkraft für Lagerlogistik, Mechatroniker/in, Kauffrau/-mann für Spedition & Logistikdienstleistung/Büromanagement und Fachinformatiker/in für Anwendungsentwicklung/Systemintegration aus. In dieser Zeit hat Ingram Micro 218 Auszubildende in das Berufsleben begleitet. Aktuell sind 38 Auszubildende im Unternehmen beschäftigt.

In der Kategorie II (Betriebe bis zu 50 Beschäftigte) ging die Auszeichnung an die Schmankerl Metzgerei Sandbiller in Hunderdorf. Seit 1962 werden dort Lehrlinge ausgebildet. Auffallend ist die hohe Ausbildungsquote. Bei 22 Beschäftigten im Betrieb sind aktuell fünf Auszubildende in den Bereichen Fleischer und Fachverkäufer/in im Lebensmittelhandwerk.

Staatsminister Bernd Sibler lobt in seiner Festrede das duale System als „einzigartiges Erfolgsmodell“ und betonte das Engagement der Ausbildungsbetriebe: „Die Betriebe und Unternehmen eröffnen den jungen Frauen und Männern gemeinsam mit unseren beruflichen Schulen eine hochwertige und nachhaltige Ausbildung und bieten ihnen vielfältige Perspektiven für eine gute Zukunft! Zugleich sichern sie damit den zunehmenden Bedarf an hochqualifizierten, praxiserfahrenen Fachkräften, die die Wirtschaft in der Region zukünftig weiter voranbringen.“

Der Ausbildungspreis Inklusion 2018 geht an die Metzgerei Rainer aus Haibach. Diese gibt jungen Menschen mit Leistungsschwäche eine Chance und macht dabei positive Erfahrungen. Wegen kurzfristiger Termine und einer Erkrankung konnte Familie Rainer den Preis am Ehrungsabend nicht persönlich in Empfang nehmen.

„Bei uns im Landkreis soll niemand zurückbleiben, sondern jeder eine Chance erhalten“, macht Landrat Josef Laumer in Bezug auf den Ausbildungspreis Inklusion deutlich. Ganz allgemein genieße die berufliche Ausbildung junger Menschen im Landkreis einen hohen Stellenwert. „Wir wollen dieses großartige Engagement der Betriebe aus Industrie, Handwerk, Dienstleistung und Gewerbe mit dem Ausbildungspreis besser in das Licht der Öffentlichkeit rücken“, so der Landrat. „Wir greifen mit unserem Ansatz gezielt die Probleme unserer Region auf und binden die Unternehmen, mittelständischen Betriebe und Handwerksmeister in die Initiative mit ein.“ Dabei erinnert Josef Laumer auch an das Schlagwort „Karriere im Landkreis, Karriere dahoam.“ Denn, so der Landrat, „es muss mittlerweile niemand mehr aus der Region wegziehen, um Karriere machen zu können. Es gibt bei den unterschiedlichsten Betrieben und Unternehmen aller Art vielfältige Möglichkeiten für jeden.“

 

Quelle: Landkreis Straubing-Bogen, Pressestelle

Fotos: RIKA Verlags GmbH & Co. KG

 

 

 


Neuer Beruf: Pflegeexperten

Ab dem Jahr 2020 wird in der Krankenpflegeschule des Klinikums St. Elisabeth die neue Ausbildung zum Pflegefachmann und zur Pflegefachfrau angeboten.

Ausbildung ab 2020 in der Krankenpflegeschule am Klinikum St. Elisabeth

In der Pflege tut sich was. Die Ausbildungen in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege sollen zusammengelegt werden. Die Absolventen dürfen sich dann Pflegefachfrau und Pflegefachmann nennen. Basis hierfür ist das neue Pflegeberufe-Reformgesetz. Die Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum St. Elisabeth wird diese generalistische Ausbildung ab Oktober 2020 in Abstimmung mit den anderen Krankenpflegeschulen des Verbundes der Barmherzigen Brüder erstmals anbieten. Schulleiterin Lydia Edelmann-Füg ist überzeugt, dass die Neuerungen besser den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden und sie den Pflegeberuf noch zukunftsfähiger machen.

Die drei bisherigen Pflegefachberufe „Gesundheits- und Krankenpflege“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ sowie „Altenpflege“ werden ab 2020 zu einem gemeinsamen Berufsbild zusammengefasst. Damit soll den umfangreichen pflegerischen Herausforderungen Rechnung getragen werden. So überschneiden sich schon heute die Pflegefachberufe. Pflegefachkräfte im Krankenhaus versorgen auch ältere Menschen und im Altenheim übernehmen sie Aufgaben aus der Krankenpflege. Die breitere Ausbildung soll die künftigen Pflegefachkräfte besser auf die Realität vorbereiten. 

Auch in Zukunft wird die Ausbildung drei Jahre dauern. In den ersten beiden Jahren erhalten alle Schüler eine gemeinsame, generalistische Ausbildung in Theorie und Praxis. Im dritten Jahr gibt es einen Haupt- und zwei Sonderwege: Die generalistische Ausbildung führt zum neuen Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann. Wer einen der zwei anderen Schwerpunkte wählt, kann nur den Abschluss in der Altenpflege oder der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erwerben.

Als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann eröffnen sich den Absolventen viele Vorteile: Ihre beruflichen Möglichkeiten sind größer. Mehr potentielle Arbeitgeber, mehr Chancen, Karriere zu machen und sich beruflich weiterzuentwickeln, machen den Pflegeberuf attraktiver. Die Ausbildung wird praxisnäher. Es ist - wie bisher noch in der Altenpflege - dann kein Schulgeld mehr zu bezahlen. Die Auszubildenden erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung. Der generalistische Berufsabschluss ist auch in den anderen EU-Staaten anerkannt. Ein neues, generalistisches Pflegestudium bietet zusätzliche Aufstiegschancen. 

Ganz neu ist, dass Pflegefachkräften bestimmte Tätigkeiten vorbehalten sind, die nur sie aufgrund ihrer Qualifikation ausüben dürfen: zum Beispiel die Feststellung des individuellen Pflegebedarfs, die Gestaltung und Steuerung des Pflegeprozesses sowie die Analyse, Sicherung und Entwicklung der Qualität der Pflege. „Dies stärkt die Pflege und wertet das Berufsbild weiter auf“, sagt Lydia Edelmann-Füg. 

Die Zugangsvoraussetzungen für das neue Berufsbild bleiben mit der zehnjährigen allgemeinen Schulbildung gleich. Unabhängig von diesen Neuerungen sind Bewerbungen für 2019 schon jetzt möglich. Die Ausbildung beginnt in diesem Jahr und 2019 Jahr jeweils am 1. Oktober. Nähere Informationen gibt es unter Telefon 09421/710-1980 oder unter krankenpflegeschule@klinikum-straubing.de. Das Pflegeberufe-Reformgesetz wurde im Juli 2017 verkündet. Ab Januar 2020 tritt das Pflegeberufe-Reformgesetz in Kraft und voraussichtlich wird die Ausbildung dann bereits im September starten. -urs-


Attraktiv und chancenreich

Steuerfachangestellte/r – ein moderner Beruf mit guten Perspektiven

Die Nachfrage nach Steuerberatungsleistungen ist bei dem bekanntermaßen außerordentlich komplizierten deutschen Steuerrecht ungebrochen.

Eine Befragung der Steuerberaterkammern hat ergeben, dass über 80 % der Auszubildenden nach dem Abschluss im steuerberatenden Beruf verbleiben; etwa 75 % davon sogar im Ausbildungsbetrieb. Interessenten für diesen krisensicheren und facettenreichen Beruf sollten einige Dinge beachten: Kommunikationsfähigkeit und ein guter Schulabschluss sind vorteilhaft.Wer gern mit Menschen umgeht, sich gut ausdrücken kann, Lust auf einen abwechslungsreichen Bürojob und ein Faible für Zahlen hat, der hat gute Karten.Fachliche Voraussetzung für die Ausbildung ist ein qualifizierter Schulabschluss, z. B. ein guter Realschulabschluss. Bewerber von einer Wirtschaftsschule sind besonders gefragt. Angehende Steuerfachangestellte sollten ein Grundverständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und keine Angst vor Gesetzes- und Fachtexten haben.

Das Tätigkeitsspektrum: anspruchsvoll und vielseitig

Steuerfachangestellte unterstützen die Steuerberater bei der steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung der Mandanten. Sie sind u. a. befasst mit Fragen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, helfen bei der Finanzbuchführung und der Vorbereitung von Jahresabschlüssen für Unternehmen. Sie sind beteiligt an der Erstellung von Steuererklärungen und der Prüfung von Bescheiden des Finanzamts.

Eine fundierte Ausbildung ist Basis für die weitere Karriere

Die Ausbildungsdauer beträgt grundsätzlich drei Jahre. Sie kann unter bestimmten Voraussetzungen – z.B. bei vorliegender Hochschul- oder Fachhochschulreife verkürzt werden. Prinzipiell arbeiten die Auszubildenden in einer Steuerberaterkanzlei. Parallel dazu besuchen sie an ein bis zwei Tagen in der Woche die Berufsschule und verknüpfen so Theorie und Praxis. Schwerpunkte der Ausbildung sind die Fachgebiete Steuer- und Rechnungswesen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsrecht. Die Ausbildungsvergütungsempfehlung beträgt zwischen 1000 und 1100 €. Nach der Ausbildung, der bestandenen Prüfung und einer dreijährigen Berufstätigkeit als Steuerfachangestellte/r kann die nächste Herausforderung in Angriff genommen werden: die Fortbildungsprüfung zum/zur Steuerfachwirt/in und nach weiteren 4 Jahren Berufspraxis die Staatsprüfung zum Steuerberater. Interessierte Jugendliche finden im Internet unter www.SteuerDeineKarriere.de und auf www.stbk-muc.de ein umfangreiches Informationsangebot.

 

Hier findest Du die Ausbildungs- und Praktikumsangebote in Deiner Umgebung!
www.stbk-muc.de/ausbildungsplatzboerse.html

 



Krankenpflege-Ausbildung am Klinikum St. Elisabeth mit Pflegestudium verbinden

Lydia Edelmann-Füg, neue Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum St. Elisabeth, lädt Abiturienten zu einem Praktikum im Klinikum ein.

Duales Pflegestudium

Krankenpflege-Ausbildung am Klinikum St. Elisabeth mit Pflegestudium verbinden

Woher weiß man, welcher Beruf zu einem passt? Bei einem Praktikum im Klinikum St. Elisabeth kann man die Gesundheitsbranche kennenlernen. Lydia Edelmann-Füg, neue Leiterin der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum, möchte Abiturienten für die Pflege und das Studium „Pflege dual“ begeistern; es verbindet die Ausbildung an der Krankenpflegeschule mit dem Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf. Bewerbungen für ein mehrwöchiges Praktikum sind unter Telefon 09421/710-1303 möglich, Bewerbungen in schriftlicher Form sind zu richten an die Berufsfachschule für Krankenpflege, St. Elisabeth-Straße 23 in 94315 Straubing oder per E-Mail an krankenpflegeschule(at)klinikum-straubing.de. Weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.klinikum-straubng.de/krankenpflegeschuleund

http://www.gute-pflege-macht-schule.de

Wie kann man das duale Studium kurz beschreiben?

Lydia Edelmann-Füg: Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger dauert drei Jahre. Sie orientiert sich an aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen. Für duale Studenten laufen Ausbildung in Straubing und Studium in Deggendorf parallel. Nach bestandenem Staatsexamen zum Gesundheits- und Krankenpfleger folgen drei Vollzeit-Semester an der TH Deggendorf. Bei erfolgreicher Bachelorarbeit erhalten die Absolventen den akademischen Titel „Bachelor of Science“.

Wie schaut die Arbeit der Studenten später aus?

Der Studiengang „Pflege Dual“ bildet Akademiker aus, die am Patientenbett tätig sind. Zudem erarbeiten sie pflegerische Konzepte, führen Projekte zu aktuellen Entwicklungen im Gesundheitsbereich durch und steuern eigenverantwortlich Problemlösungsprozesse.

Was sind die Zulassungsvoraussetzungen für das duale Pflegestudium?

Bewerber brauchen einen Ausbildungsvertrag mit dem Klinikum St. Elisabeth, dem die Krankenpflegeschule zugehörig ist, und das Abitur oder eine abgeschlossene Berufsausbildung mit drei Jahren Berufserfahrung. Bewerbungszeitraum für das Studium an der Technischen Hochschule Deggendorf ist jährlich Mitte April bis Mitte Juli, für die Ausbildung an der Krankenpflegeschule in Straubing ein Jahr beziehungsweise bis vier Wochen vor Ausbildungsstart. Studium und Ausbildung beginnen jedes Jahr am 1. Oktober.

Welche beruflichen Perspektiven gibt es in der Pflege?

Nach der Berufsausbildung stehen viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Auswahl. Ich selbst habe beispielsweise eine Fachweiterbildung zur Anästhesie- und Intensivschwester absolviert und Pflegemanagement studiert. Weiterbildungen zur Stations- oder Pflegedienstleitung sowie weitere Studiengänge wie Pflegewissenschaft und Pflegepädagogik eröffnen neue berufliche Chancen.

Warum haben Sie sich als Jugendliche für die Ausbildung zur Krankenschwester entschieden?

Ich habe einen den Menschen zugewandten Beruf gesucht und wollte etwas bewirken. Das Schöne an der Pflege ist, dass sie viele Facetten hat. Das hat mich immer gereizt. In der Krankenpflege ist kein Tag wie der andere. Es gibt immer wieder neue Möglichkeiten und Herausforderungen.

Welche Argumente sprechen für den Pflegeberuf?

Der Beruf ist nah am Menschen. Man sieht rasch die Erfolge seiner Arbeit und bekommt eine unmittelbare Rückmeldung. Das ist sehr befriedigend. Im Unterschied zum Arzt haben Pflegekräfte viel mehr Kontakt zum Patienten. Es ist schön, den Patienten beim Heilungsprozess zu begleiten und im Team einen wichtigen Beitrag zum Gesundwerden leisten zu können. Die Pflege ist eine anspruchsvolle Tätigkeit, deren Ansehen in der Gesellschaft erfreulicherweise gewachsen ist.

Was ist das Besondere an der Straubinger Berufsfachschule für Krankenpflege?

Wir sind eine gut gemischte Gruppe aus älteren Lehrern mit großer Erfahrung und jungen Pädagogen, die neue pflegewissenschaftliche Ansätze von der Uni mit in die Schule bringen. Die technische und mediale Ausstattung der Klassenzimmer ist sehr gut. Herausragend ist das neue Skills-Lab - eine Simulationseinrichtung mit High-Tech-Puppe -, mit dem wir unsere Schüler bestmöglich auf die Praxis vorbereiten können. Wir haben beste Voraussetzungen für eine hochwertige Ausbildung. -urs-


Stimmen für's Handwerk

Heute durften wir ein Interview mit Michael Englberger führen. Er ist 19 Jahre alt und ist Auszubildender im 2. Lehrjahr bei der Garten- und Landschaftsbau Leibl GmbH in Straubing. Zu seiner Ausbildung hatte er einiges zu erzählen, aber lest selbst:

Michael, erklär uns doch kurz, welche Ausbildung du machst und was deine Hauptaufgaben sind.

Ich mache eine Ausbildung zum Gärtner Fachrichtung Garten und Landschaftsbau oder besser bekannt als Landschaftsgärtner bei der Garten- und Landschaftsbau Leibl GmbH. Zu meinen Hauptaufgaben zählt zum einen der Pflasterbau, vor allem im Sommer und Winter, wenn nicht gepflanzt wird. Im Frühjahr und im Herbst fallen viele Pflanzarbeiten an, hier arbeiten wir aber eher mit Großpflanzen, wie Bäumen oder Sträuchern und nicht mit kleinen Blümchen, wie mancher vielleicht denkt. Im Winter wird vor allem Landschaftspflege betrieben, dass heißt Bäume und Sträucher werden ausgerichtet und zugeschnitten.

Das klingt sehr spannend! Wie bist du denn darauf gekommen, eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner zu machen?

Vor ein paar Jahren haben mein Papa und ich zusammen in unserem Garten einen Pool gebaut. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Da wusste ich, dass ich auch beruflich gerne im Garten arbeiten will. Durch einen Freund bin ich dann auf die Garten- und Landschaftsbau Leibl GmbH gekommen und habe dort ein Praktikum gemacht. Dann wusste ich, dass ich auch meine Ausbildung dort machen will.

Und was macht dir bei deiner täglichen Arbeit am meisten Spaß?

Vor allem der Umgang mit den Kollegen macht Spaß, die sind immer gut drauf. Aber auch die ständige Abwechslung mag ich in meinem Beruf. Man macht jede Stunde etwas anderes und hat nie die Monotonie, wie zum Beispiel bei einer Arbeit am Fließband. Natürlich macht auch die Arbeit mit großen Maschinen, wie zum Beispiel Baggern sehr Spaß. Damit spielt man ja schon als Kind sehr gern.

Was machst du nicht so gern?

Wenn wir Wege oder Plätze pflastern, gehört auch immer der Kanalbau dazu, denn auch hier muss ja das Wasser irgendwohin abfließen. Das ist eine Tätigkeit, die mir etwas weniger Spaß macht. Aber auch das gehört dazu.

Ist denn in deinem Beruf auch mal Kreativität gefragt?

Bei öffentlichen Aufträgen eher nicht, denn da gibt es schon zuvor einen Plan, an den man sich halten muss. Aber bei Privatgärten werden zuvor Bodenproben entnommen und je nach Beschaffenheit des Bodens dann Skizzen für die Gartengestaltung angefertigt, die dann mit den Kunden abgesprochen werden. Da kann man also durchaus Vorschläge machen und selbst kreativ sein. Man muss aber natürlich auch ein Gespür dafür haben, was sich der Kunde wünscht und auf seine Wünsche eingehen.

Was denkst du, welche Voraussetzungen sollte man zu einer Ausbildung als Gärtner mitbringen?

Man sollte auf jeden Fall körperlich belastbar sein. Gerade in den ersten Wochen bin ich von der Arbeit nach Hause gekommen, hab mich ins Bett gelegt und bis zum nächsten Morgen durchgeschlafen. (lacht) Man muss auch wetterfest sein, denn man muss zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter draußen arbeiten. Egal ob im Hochsommer oder wie aktuell im Winter bei -17°C. Ein Gärtner soll natürlich auch Pläne lesen und genug räumliches Vorstellungsvermögen haben, um sich die Pläne auch umgesetzt vorstellen zu können. Ein bisschen handwerkliches Geschick ist natürlich auch unverzichtbar.

Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage: Was hast du nach der Ausbildung vor? Willst du dich weiterbilden?

Ich will später auf jeden Fall noch den Meister in der Fachrichtung Garten und Landschaftsbau machen! Man könnte dann auch noch Landschaftsarchitektur studieren, aber erst einmal will ich Handwerker bleiben und dann mache ich mir Gedanken, ob ich ein Akademiker werden will.


Pflege? Genau meins! Warum junge Menschen Gesundheits- und Krankenpfleger werden wollen

Gefragte Typen

Drei Schüler der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum St. Elisabeth erzählen, warum sie anderen Menschen helfen wollen und sich für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger entschieden haben.

Sie wissen, was sie wollen, und dass die Arbeit mit Menschen glücklich macht. Wir fragten Jonas Mohr aus Straubing (20 Jahre) und Katharina Marks aus Ascha (17 Jahre) sowie duale Studentin Julia Gebel aus Straubing (19 Jahre), warum sie diese Ausbildungsrichtung gewählt haben und wie es ihnen an der Krankenpflegeschule gefällt.

Warum haben Sie sich für eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger entschieden?

Jonas Mohr: Meine Eltern kommen aus dem sozialen Bereich. Sie sind beide Heilerziehungspfleger bei den Barmherzigen Brüdern. Als Kind haben sie mich oft mit in die Arbeit genommen. So wurde mein Interesse für die Pflege geweckt. Ich liebe die Arbeit mit Menschen.

Katharina Marks: Ich habe in der achten Klasse verschiedene Praktika gemacht, auch im technischen Bereich. Aber mir hat die Krankenpflege am besten gefallen. Ich bin heimgekommen und habe gesagt: Das möchte ich machen. Es ist einfach schön auf Station. Ich arbeite gerne mit Menschen. Mich interessieren die ganzen Krankheiten und auch das Medizinische.

Warum haben Sie sich für den neuen dualen Studiengang entschieden?

Julia Gebel: Ich habe bei meinem Vorstellungsgespräch an der Krankenpflegeschule von dem neuen dualen Pflegestudium erfahren. Da ich schon immer an einem Studium interessiert war, für ein Medizinstudium aber mein Schnitt nicht reichte, ist das duale Studium für mich optimal. Ich absolviere die Ausbildung, die ich machen wollte, und lass mich auf was Neues ein.

Wie waren Ihre praktischen Erfahrungen im Gesundheitswesen?

Jonas Mohr: Nach der Fachoberschule im sozialen Zweig habe ich ein Praktikum im Chamer Krankenhaus gemacht. Dort hat mir die Arbeit mit Menschen ganz besonders gefallen. Es ist schön, Patienten ab und an ein Lächeln zu entlocken. Das war ausschlaggebend für die Wahl der Ausbildungsrichtung. Die Beziehung zwischen Pfleger und Patient hat mich jeden Tag aufs Neue bewegt.

Julia Gebel: Das zweiwöchige Praktikum hier am Klinikum St. Elisabeth hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auch anderes ausprobiert, aber der pflegerische und medizinische Bereich ist mein Metier.

Woher kommt Ihr soziales Interesse? Was bringen Sie für Fähigkeiten mit?

Julia Gebel: Ich wollte schon als Kind Arzt werden. Meine Mutter arbeitet auch hier im Haus. Sie hat mich als Kind öfter mitgenommen. Ich hatte nie Angst vorm Krankenhaus und hab mich hier immer wohl gefühlt.

Katharina Marks: Entweder man kann mit Patienten umgehen, oder man kann es nicht. Ich kann es gut. Als Gesundheits- und Krankenpfleger muss man empathisch sein, sich in die Leute hineinversetzen können. Man muss einfach mit den Patienten mitfühlen. Man ist ja als Krankenschwester der wichtigste Ansprechpartner für die Patienten. Man kann sie beruhigen, wenn es ihnen schlecht geht, und ihnen erklären, was sie von der Diagnose nicht verstanden haben.

Stichwort Pflege am Boden - Sie haben sich trotzdem für diese Ausbildung entschieden?

Jonas Mohr: Den Personalmangel habe ich in einem anderen Krankenhaus mitbekommen. Meine Kolleginnen haben das locker aufgefasst und konnten der Situation gerecht werden.

Julia Gebel: Mich hat es nicht abgeschreckt. Wir brauchen Pflegende, es ist ein sehr schöner und abwechslungsreicher Beruf. Natürlich gibt es Kanten und Ecken, aber das ist bei jedem Beruf so. Was bringt mir ein Job, in dem ich viel verdiene, den ich aber nicht mag? Da geht man daran zugrunde. Geld macht nicht glücklich.

Was kann man mit Ihrem Studienabschluss später machen?

Julia Gebel: Danach kann man viele verschiedene Wege einschlagen, zum Beispiel einen eigenen Pflegedienst aufmachen oder die Pflegedienstleitung eines Krankenhauses übernehmen. Es ist auch möglich, ein bisschen umzuschwenken und in die Pädagogik oder in die Politik gehen. Ich glaube, der Studiengang hat wirklich eine große Zukunft.

Was haben Sie für Zukunftspläne?

Jonas Mohr: Nach der Ausbildung kann ich mir eine Weiterbildung oder ein Studium vorstellen. Rettungshubschrauber-Pilot, Sozialinformatik und die Intensivpflege würden mich interessieren. Je nachdem, welche Erfahrungen ich in den nächsten drei Jahren sammeln kann, werde ich mich entscheiden.

Katharina Marks: Ich habe noch keine konkreten Pläne. Ich möchte halt auf Station arbeiten -  am liebsten in der chirurgischen Abteilung. Denn letztes Jahr beim Praktikum im Klinikum St. Elisabeth hat mir die Chirurgie besonders gut gefallen.

Wie ist die Klassengemeinschaft?

Jonas Mohr: Die Klassengemeinschaft ist sehr gut. Klar, in der Klasse sind deutlich mehr Frauen als Männer - das Verhältnis ist 27 zu 5. Damit habe ich jetzt erstmal kein Problem. Ich hoffe, dass sich die Mädels gut untereinander verstehen werden.

Katharina Marks: Die Klassengemeinschaft bei uns ist super. Sie hat sich gut entwickelt.

Julia Gebel: Der Zusammenhalt in der Klasse ist gut. Wir haben viel Spaß miteinander.

Warum haben Sie sich für die Straubinger Krankenpflegeschule  entschieden?

Jonas Mohr: Ich bin in Straubing geboren und habe das Klinikum St. Elisabeth bereits als Patient als sehr kompetent erlebt. Ich war früher als Kind schon öfter stationär zur Behandlung hier, da ich sehr tollpatschig war. Ich wollte mich in einem Krankenhaus ausbilden lassen, das auf einem hohen technischen Standard ist. -urs-



"So einfach geht lernen..." - Vortrag bei den Ursulinen in Straubing

Aktuelle Lehrstellen

Kaufmann für Büromanagement m/w/d

Gebrüder Geiselberger GmbH Druck und Verlag / Altötting

Fachkraft für Lagerlogistik m/w/d

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Mediengestalter Schwerpunkt Druckvorstufentechnik m/w/d

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Medientechnologe Druck m/w/d

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Medientechnologe Druckverarbeitung m/w/d

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Beruf der Woche: Anlagenmechaniker/in

"Was macht man als Anlagenmechaniker/in?"

Habt ihr euch das auch schon öfter gefragt? Hier kommt die Antwort:

Anlagenmechaniker/Anlagenmechanikerinnen sind in der Herstellung, der Erweiterung, im Umbau oder in der Instandhaltung von Anlagen im Bereich des Anlagen-, Apparate- und Behälterbaus, der Prozessindustrie, der Versorgungstechnik sowie der Lüftungstechnik tätig. Typische Einsatzgebiete sind Anlagenbau, Apparate- und Behälterbau, Instandhaltung, Rohrsystemtechnik und Schweißtechnik.

Mit freundlicher Unterstützung der IHK für Niederbayern in Passau.

www.ihk-niederbayern.de/ausbildungsberufe

Ausbildung live erleben

  • Zeppelin Baumaschinen GmbH

    Ausbildung zum/r Mechatroniker/-in für Land- und Baumaschinen

  • Haselbeck Formen und Werkzeugbau GmbH

    Ausbildung Feinwerkmechaniker/in Fachrichtung Werkzeugbau

  • Gruber Landtechnik

    Ausbildung Land- und Baumaschinenmechtroniker/in

  • Webasto Edscha Cabrio GmbH

    Duales Studium

  • TU München

    Ausbildung Glasapparatebauer/in und Feinwerkmechaniker/in

  • Fliegl Agrartechnik

    Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik

  • Webasto Edscha Cabrio GmbH

    Ausbildung IT-Systemkaufmann/frau

  • Kreiskliniken Bogen-Mallersdorf

    Ausbildung & Praktikum

  • Hans Pregler GmbH & Co. KG

    Ausbildung Elektroniker/in für Betriebstechnik

  • Ausbidung zum Berufskraftfahrer/in

    bei der Linde AG

  • Ausbildung Elektriker/in für Maschinen und Antriebstechnik

    Starkstrom-Gerätebau GmbH

  • Fliegl Agrartechnik

    Ausbildung zur/m Metallbauer/in

  • Heinz Entsorgung

    Ausbildung Kaufleute für Büromanagement, PKW-Mechatroniker/in

  • Klinikum St. Elisabeth Straubing

    Ausbildung Krankenpfleger/in

  • BRK Straubing

    Ausbildung zum/r Altenpfleger/in

  • Benseler

    Ausbildung zum/r Fahrzeuglackierer/in

  • Ernst Markmiller GmbH

    Ausbildung Groß- und Außenhandelskaufleute

  • Benseler

    Ausbildung zum/r Verfahrensmechaniker/in

  • Benseler

    Ausbildung zum/r Mechatroniker/in

  • Klinikum St. Elisabeth Straubing

    Duales Studium Pflege

  • Benseler

    Ausbildung zum/r Industriemechaniker/in

  • Flottweg SE

    Ausbildung zum Industriemechaniker

  • Congatec AG

    Ausbildung Elektroniker/in für Geräte und Systeme

  • ebm-papst Landshut GmbH

    Ausbildung zum/r Mechatroniker/-in und Industriekaufmann/-frau

  • Congatec AG

    Ausbildung zum/zur Fremdsprachen Industriekauffrau/mann

  • Travianet

    Ausbildung Tourismuskaufleute

  • Linde AG

    Ausbildung zum/zur Anlagenmechaniker/in für Apparate und Behälterbau

  • Linde AG

    Ausbildung zum/zur Bürokaufmann/frau für Büromanagement

  • Kelheim Fibres GmbH

    Ausbildung zum Industriemechaniker/in