Azubis im Interview: Ausbildung zum Zimmerer bei der Chiemgauer Holzhaus in Traunstein

Hallo Matthias und Benedikt, ihr macht bei Chiemgauer Holzhaus in Traunstein eine Ausbildung zum Zimmerer. Was lernt ihr dort genau?

Matthias: Wir durchlaufen alle gängigen Stationen des Zimmererhandwerks. Also dem Abbund und die Montage von Dachstühlen, Balkonen, Fassadenschalungen, aber auch ganzen Ein- und Mehrfamilienhäusern.

Benedikt: In unserer Firma fertigen wir darüber hinaus auch viele Holzblockhäuser. Das wird bei den meisten anderen Holzhausherstellern nicht gemacht.

Das klingt super spannend! Wie bist du denn darauf gekommen, eine Ausbildung als Zimmerer zu machen und warum genau bei Chiemgauer Holzhaus?

Matthias: Als kleines Kind habe ich schon immer gesagt, dass ich Zimmerer werden möchte. Nach einem Praktikum im Betrieb hatte mir das Errichten der Blockhäuser so gefallen, dass ich mich kurz danach direkt beworben habe. Außerdem haben wir Zuhause eine kleine Landwirtschaft bei der Grundkenntnisse im Bereich Zimmerer nicht schaden, um alle Hallen in Stand zu halten.

Benedikt: Ich habe bereits Holzbau an der FH Salzburg in Kuchl studiert. Dort habe ich schon Erfahrung in Sachen Bauphysik und Statik sammeln können. Mir war das erlernte aber zu theoretisch und strebte daher eine praxisorientierte Ausbildung an. Die Firma Chiemgauer Holzhaus war mir schon seit vielen Jahren ein Begriff, da Sie in der Umgebung meiner Heimat in Bischofswiesen, schon einige Häuser errichtet hat. Das Bauen mit ausschließlich natürlichen Ressourcen von Wand bis Dachaufbau, faszinierte mich so sehr, dass ich mich dort um eine Ausbildung bewarb.

Welchen Schulabschluss benötigt man für diese Ausbildung und welche Voraussetzungen sollten die Schüler mitbringen?

Matthias: Man sollte zumindest einen Qualifizierten Hauptschulabschluss haben. Die Berufsschule ist in den technischen Fächern auf jeden Fall relativ anspruchsvoll.

Benedikt: Der Beruf ist sowohl im Kopf als manchmal auch körperlich fordernd. Wer also Spaß an der Bewegung an der frischen Luft hat, ist bei uns gut aufgehoben.

Was macht dir bei deinen täglichen Aufgaben am meisten Spaß?

Matthias: Am meisten gefällt mir die Vielseitigkeit unserer Arbeiten. Man ist mal drinnen und dann wieder draußen. Außerdem bekommt man nahezu alle Sparten des Baugewerbes mit und man erlernt so einige Grundkenntnisse. Das macht mir persönlich besonders viel Spaß, da ich weiß dass mir das auch in anderen Bereichen immer hilfreich sein kann.

Benedikt: Mir gefällt so einiges, das Arbeiten im Freien, die Zusammenarbeit mit hilfsbereiten Kollegen, aber auch tägliches dazulernen durch unterschiedlichste Problemstellungen.

Natürlich gibt es auch bestimmte Tätigkeiten, die ihr nicht so gerne macht:

Matthias: Ja klar ist nicht immer schön oder lustig bei kalten Temperaturen eine Fassade zu dämmen, oder wenn man Wind und Wetter ausgesetzt ist, aber im Grunde überwiegen die schönen Arbeitstage.

Benedikt: Durchaus, so etwas gibt es in jedem Beruf. Wenn man über längeren Zeitraum die gleiche Arbeit durchführt kann das schon mal langweilig werden. Aber dies ist eher selten der Fall, denn unsere Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und die Arbeit im Team macht großen Spaß.

Ist in eurem Beruf auch mal Kreativität gefragt?

Matthias: Als Zimmerer gibt es immer wieder kreative Arbeiten, egal ob man „nur“ eine Verkleidung bastelt oder ein Muster an eine Firstpfette schneidet. Letztes Jahr bauten wir zum Beispiel ein großes Bundwerk welches nun unser Hallendach verziert.

Benedikt: Selbstverständlich, im Zusammenhang mit logischem Denken und räumlichen Vorstellungsvermögen ist Kreativität sehr wichtig. In unserer Firma wird uns die Möglichkeit geboten diese zu fördern. Zum Beispiel werden wir mit der Herstellung eines Vordaches beauftragt. Diesen können wir eigenständig entwerfen, planen und abbinden.

Welche Berufsschule besucht ihr?

Matthias:  Ich besuche momentan die 12. Klasse der Zimmerer in der staatlichen Berufsschule 1 in Traunstein. Zu der Ausbildung in der Schule und im Betrieb ist man noch in der überbetrieblichen Ausbildung im Bildungszentrum in Haslach, wo man z.B. Maschinenkurse oder Prüfungsvorbereitungen hat.

Benedikt: Ich besuche derzeit die Abschlussklasse der Berufsschule Traunstein.

Dann kommen wir auch schon zur letzten Frage: Was hast du nach deiner Ausbildung vor?

Matthias: Ich möchte auf alle Fälle weiter im Betrieb arbeiten, da ich noch Erfahrungen sammeln möchte. Bei unserer Firma herrscht in unserem Team auch ein angenehmes Arbeitsklima, indem ich mich gut integrieren kann. Was die Zeit mit sich bringt bleibt offen, aber wenn es möglich ist, werde ich mich auf jeden Fall weiterbilden.

Benedikt: Nach meiner Lehre möchte ich noch bei der Firma als Zimmerer bleiben, da ich es wichtig finde, noch mehr Praxiserfahrung im Bereich des Massivholzhausbaus zu sammeln. Wie es dann weitergeht, muss ich noch schauen, vielleicht ist es möglich, mit meinem erlernten Wissen, das Team in der Planung zu unterstützen.

 

 

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